Es reicht! Jetzt!

Es nervt, und es ist genug jetzt. Rentenskandal, Dildoskandal – der sich dann als Penisring-Skandal erweist (ha! denn auf die Idee ist erst mal wohl keiner gekommen, dass einer der überzähligen Männer im Landtag so ein Erregungs-Hilfsmittel brauchen könnte…) und kein Ende in Sicht. Ein Gutes hat aber hat die Sache: Endlich mal ein knackiger Männerhintern auf dem Titel der NSTZ, statt der ewigen Brüste.

Erneuerung tut not, aber sie lässt gefährlich lange auf sich warten. (mehr …)

Von Privilegien und Diskriminierung

Und wieder einmal steht „die Glaubwürdigkeit“ auf dem Spiel, und einmal mehr übt sich unsere Nachrücker-Politiker-Generation in Schadensbegrenzung und darin, „das Vertrauen der Bevölkerung“ wieder zu gewinnen. Wenn die bloß auch mal zum Arbeiten kommen, denke ich mir, und dazu, Dinge voran zu treiben und „Veränderung“ herbei zu arbeiten, die, die sie so oft beschworen hatten, als noch Wahlkampf war und alles möglich schien.  (mehr …)

Ärgerlich, sehr ärgerlich (ungeschickt dazu).

Das nun finde ich über die Maßen ärgerlich, wie *man* bei SVP auf das Ergebnis der Südtiroler Volksbefragung am Sonntag reagiert: wenig diplomatisch, wenig sportlich, und schon gar nicht elegant. Man übt sich vielmehr im Ausreden weben und zusammenkleistern, und was dabei herauskommt ist erbärmlicher Mst und zeugt sehr schön davon, was *man* bei SVP versteht unter „Demut“, die viel zitierte gleich nach der gewonnenen Schlacht, „Kommunikation“, „mit den Bürgern reden“ und was sonst noch alles an Süßholz geraspelt wurde im Hinblick auf den Wahlsieg, den es zu erringen galt. (mehr …)

Friss, Vogel, oder stirb.

Spricht der Herr Achammer in „Pro & Contra“ zum Thema Direkte Demokratie: „Das ist ein bisschen irreführend, denn es ist ja nicht so, dass automatisch ein besseres Gesetz angewandt wird, wenn am Sonntag unser Gesetzesentwurf abgelehnt wird. Dann geht die Debatte von vorne los“ (oder auch: Friss, Vogel, oder stirb).

Das rief mir das heutige „Vorausgeschickt“ im Tagblatt der Südtiroler in Erinnerung, das mich (auch) in Grübeleien versetzte. Frau Barbara Varesco sagt nämlich exakt, was der Herr Achammer sagt, allerdings mit dem Zusatz, dass „die Nein-Sager das Rennen machen“. In welchem Falle, so Frau Varesco, das Gesetz von 2005 bestehen bleibt, und die Debatte von vorne los geht. Dann schiebt Frau Varesco noch nach, dass jedes Referendum

„aber kostet drei Millionen Euro, und wir stimmen nach 2011 zum zweiten Mal über ein Gesetz zur direkten Demokratie ab. Das sind sechs Millionen Euro, die anderswo nötiger wären“.

Mit diesem letzten Satz hat Frau Varesco zweifelsohne recht – trotzdem aber frage ich mich:

Hätte man sich das nicht früher überlegen können, bei SVP?!

Klimawandel? Welcher Klimawandel?!

Ich komme grad vom Schneeschaufeln, eine elende Schinderei. Das Zeug tut nur so, als sei es Schnee – in Wahrheit ist es nasser Zement. Aber es sieht hübsch aus, ohne Zweifel, und wer nicht zu genau hinschaut, die könnte doch glatt meinen, wir hätten eine richtige Winter-Idylle. Wie damals, früher, als die Welt noch in Ordnung war und funktionierte, wie wir und die Schneewirtschaft uns das wünschten. (mehr …)

Von Abstimmungen, geheimen und anderen

Das ist ein Problem, hatte ich mir neulich gedacht, als ich von der (neuerlichen) Abstimmung über den Neubau einer Seilbahn von Kastelruth auf den Puflatsch gehört hatte. So eine Abstimmung in einem kleinen Dorf, in dem jeder jede kennt und irgendwie alles miteinander verwoben und aufeinander angewiesen ist, in so einem Dorf ist so eine Abstimmung ein Problem – jedenfalls in einer Sache, die von großer Tragweite ist für die Gemeinschaft und, wie das in solchen Fällen üblich ist, das Dorf entzweit. (mehr …)

Gut (Brot-)Ding will Weile haben

DSC_8804-350x234Ich gestehe: Ich bin ein Brot-Freak und bräuchte, um glücklich zu sein, wenig mehr als ein Stück guten Brotes. Gutes Brot aber, im klassischen Sinne, ist ein rares Gut geworden, in unseren Tagen, so sehr, dass ich persönlich ja zur Ansicht  neige, der Zustand einer Gesellschaft lässt sich an ihrem Brot ablesen und erkennen: Je übler das Brot, desto übler die Zustände in der Gesellschaft. Unter üblem Brot verstehe ich übrigens alles, was uns gemeinhin und mit wenigen Ausnahmen als „Grundnahrungsmittel“ zugemutet wird: Viel Luft (Schein!), wenig Substanz (Sein!); aufgeblasene Teigklumpen, die am besten schnurstracks verschlungen werden, weil je länger man kaut, desto übler der Geschmack, und überhaupt (langer Rede, kurzer Sinn): Viel Getue, wenig drin. (mehr …)

Ist Zeit Geld? Oder Glück?

Die Zeit drängt: Dieser wunderbare Film kann nur noch wenige Tage online abgerufen werden, in der ARTE Mediathek (http://www.arte.tv/guide/de/040409-000/speed-auf-der-suche-nach-der-verlorenen-zeit?autoplay=1), und es wäre jammerschade, wenn nicht so viele Menschen wie möglich ihn sehen würden: Jede einzelne der 90 Film-Minuten ist – ich glaube nicht, zu übertreiben – ein Gewinn. (mehr …)

Heer mit Familie? Oder gar kein Heer?

„Da cosa nasce cosa“, wie’s bei uns so schön heißt, und also habe ich auf meinen gestrigen Beitrag über die Verweiblichung der deutschen Bundeswehr bzw. die Intention der deutschen Verteidigungsministerin, letzteres familienfreundlich/er zu gestalten, ein paar Reaktionen bekommen, die mich beschäftigen. Da war zum einen der Tipp zu einem Buch, nach dem ich – wie auch nicht – sofort suchte, und es u. a. als Hörbuch auf YouTube fand (Hörbuch ist über die Maßen praktisch!). Ich stelle es hier ein, weil ich sehr viel weniger eine Anleitung zum Krieg heraushöre, sondern vielmehr, dass der beste Krieg immer noch der ist, der vermieden wird, und dass Krieg keineswegs die „Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln ist“.

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Gesindel, solches und anderes

Es ist jetzt schon ein Weilchen her, da wurde im benachbarten Grödental ein per internationalem Haftbefehl russischer Banker (nicht Bankier!) verhaftet. In einem „bekannten Hotel“, es braucht wahrlich nicht viel Fantasie, sich vorzustellen, auf welchem Niveau der Herr Mafioso Urlaub gemacht hat. So weit, so gut – die Leute in den noblen Hotels können ja wirklich nicht wissen – vermutlich interessiert sie’s auch gar nicht – wie die neue Klientel, die unsere Dörfer und Pisten und noblen Häuser befüllt, zu ihrem Geldhaufen gekommen ist. Das wär‘ ja noch schöner, nicht wahr. Hauptsache, zahlungskräftig, Hauptsache spendabel – anders geht’s ja gar nicht (mehr), im High-End-Südtirol. (mehr …)