Auf, ihr Frauen, in die Mitte!

Ich glaube, es war Brigitte Foppa, die im Zusammenhang mit der neuen Südtiroler Landesregierung bzw. deren Bildung im Sinne von Schaffung sagte, „in dieser Regierung gibt es nur eine Frau“. So oder ganz ähnlich sprach sie, und ich fürchte, sie hat(te) recht.

Zumindest wenn, wie ein lieber Bekannter es ausdrückte (er hat mich auf das Bild aufmerksam gemacht, ich habe zur Zeit leider eher wenig Muße), „ein Bild mehr als tausend Worte sagt“ und wir dem Titelfoto der „Dolomiten“ vom 17.1.2014 Glauben schenken dürfen: Die einzige Frau, die auf diesem Bild präsent ist, ist die Frau Stocker, und ich glaube nicht, dass das an ihrem grünen (ha!) Blazer liegt. (mehr …)

In Sachen: Heimat (weil’s so schön ist)

„Heimat“ und was das ist, darüber hatte ich mir nie Gedanken gemacht: Ich war viel weg gewesen von zuhause, als ich noch jung war, aber „Heimat“ war kein Begriff, mit dem ich etwas anfangen konnte, ich verband damit Dinge, die mit mir nichts zu tun hatten. „Heimat“, das war eng, war muffig, und jedenfalls kein bisschen spannend. Das, was daran hing und was ich damit verband, interessierte mich nicht, und also interessierte mich auch der Begriff selbst nicht. (mehr …)

Heer mit Familie? Oder gar kein Heer?

„Da cosa nasce cosa“, wie’s bei uns so schön heißt, und also habe ich auf meinen gestrigen Beitrag über die Verweiblichung der deutschen Bundeswehr bzw. die Intention der deutschen Verteidigungsministerin, letzteres familienfreundlich/er zu gestalten, ein paar Reaktionen bekommen, die mich beschäftigen. Da war zum einen der Tipp zu einem Buch, nach dem ich – wie auch nicht – sofort suchte, und es u. a. als Hörbuch auf YouTube fand (Hörbuch ist über die Maßen praktisch!). Ich stelle es hier ein, weil ich sehr viel weniger eine Anleitung zum Krieg heraushöre, sondern vielmehr, dass der beste Krieg immer noch der ist, der vermieden wird, und dass Krieg keineswegs die „Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln ist“.

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Das Heer, familientauglich

Darauf kann wohl nur eine Frau kommen: Die urmännliche Domäne „Bundeswehr“ familienfreundlich – jawoll! – umgestalten zu wollen, und zwar recht konsequent, inklusive Kinderbetreuung in den Kasernen. Zwar kann ich mir nicht wirklich vorstellen, wie kinderfreundlich so eine Kasernenatmosphäre wohl sein kann, aber ich denke, auch daran ließe sich arbeiten, in Folge, und profitieren würden wohl alle davon, von Kasernen, die auch in Kinderaugen als angenehmer Ort bestehen können. Jedenfalls habe ich erst Mal kräftig gestutzt, als mich heute früh auf ZEIT ONLINE dieser Titel geradezu ansprang:

Von der Leyen will familienfreundliche Bundeswehr

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Gesindel, solches und anderes

Es ist jetzt schon ein Weilchen her, da wurde im benachbarten Grödental ein per internationalem Haftbefehl russischer Banker (nicht Bankier!) verhaftet. In einem „bekannten Hotel“, es braucht wahrlich nicht viel Fantasie, sich vorzustellen, auf welchem Niveau der Herr Mafioso Urlaub gemacht hat. So weit, so gut – die Leute in den noblen Hotels können ja wirklich nicht wissen – vermutlich interessiert sie’s auch gar nicht – wie die neue Klientel, die unsere Dörfer und Pisten und noblen Häuser befüllt, zu ihrem Geldhaufen gekommen ist. Das wär‘ ja noch schöner, nicht wahr. Hauptsache, zahlungskräftig, Hauptsache spendabel – anders geht’s ja gar nicht (mehr), im High-End-Südtirol. (mehr …)

Vom Weinbau in Georgien, Geschichte(n) und Patriotismus

ARTE zeigte gestern einen sehr schönen GEO-Reportage-Film über das Weinland Georgien (ich verlinke den Beitrag weiter unten, er ist wirklich sehr schön, wie übrigens alles, was von GEO kommt). Ich liebe solche Reportagen über fremde Menschen und fremde Länder, und bin  immer wieder fasziniert, wie viele Ähnlichkeiten sich in so vielen Dingen, kleinen und großen, immer wieder hervortun, obwohl man doch, auf die ersten paar oberflächlichen Blicke, meinen möchte, die unsere sei der jeweils anderen Kultur so unendlich fern und so gänzlich fremd. (mehr …)

Prädikat: SEHR wertvoll

Die 20 größten Konsumsünden (inklusive ihrer Folgen und Ursachen): Ein maximal sehenswerter Beitrag. Man wird schon nachdenklich, doch, auch wenn man eh schon einigermaßen bescheiden lebt…

Meine Tochter bemerkte, dass „die Menschen ohne weiteres maximal überteuerte Preise zu zahlen bereit sind, für Mini-Mengen Kaffee in umweltschädlichen Aluminiumkapseln, aber für gutes Bio-Fleisch ein paar Euro mehr auszugeben, das geht scheinbar nicht“. Vielleicht liegt’s ja daran, dass Bio-Fleisch unter „ökologisch und politisch korrekt“, aber keineswegs „sexy“ läuft?! Vielleicht sollten wir’s ja mal mit George Clooney oder Johnny Depp als Bio-Metzger versuchen?!

(Nicht mehr) Nur mittelalte (weiße) Männer

Während hier bei uns im reichen Lande immer noch – scheint’s – eine satte Mehrheit der Männer glaubt, ein nackter Frauenhintern als Köder für eine Pizzeria (um nur das aktuellste Beispiel zu nennen) sei sexy oder gar erotisch oder gar à la Helmut Newton (jede Wette, der Mann würde in seinem Grab rotieren, wenn er wüsste, was hierzulande mit ihm auf einen Nenner gebracht werden will), derweil aber ein nackter Frauenhintern in dem Kontext, in den die feuchten Träume ewig pubertierender Männer ihn setzen, einfach nur blöd ist, derweil also kommen draußen in der großen und manchmal ein bisschen weiten Welt selbst althergebrachte Männer althergebrachter Parteien zur Erkenntnis, dass: Die Welt weiblicher werden muss, eine Erkenntnis, die sich übrigens auch positiv auswirken dürfte auf das Alt“herren“-Sexismus-Phänomen. (mehr …)

Von der Seligkeit im Fußgewand

Meine Tochter ist, im Gegensatz zu mir, eine „Potschn“-Trägerin  und –liebhaberin. Ich konnte mich mit Hausschuhen nie recht anfreunden, sie kamen mir immer fürchterlich spießig und bieder vor. Hausschuhe. Das einzige Paar, das ich mir kaufte und an das ich mich mit wehem Herzen erinnere – sie haben sich längst in Luft aufgelöst -, war ein Paar originaler Ugg-Boots aus Australien, zu einer Zeit, als die noch kein Mensch trug. Sie waren herrlich warm und hatten sehr wenig bis gar nichts von einem „Hausschuh“. Vielleicht war die Gummisohle dran Schuld. (mehr …)

Who am I

Neulich hatte ich im Radio gehört, dass es einen „Spruch des Jahres“ gibt, und dass für 2013 dieser hier dazu erkoren wurde: „Ich wähle NSA – die interessieren sich wenigstens für mich“. Ja, der beißt, und ich amüsiere mich immer noch darüber. Im allgemeinen aber finde ich die Unzahl der „Best of“, mit denen wir immer dann zugemüllt werden, wenn ein Jahr zu Ende geht, selten sonderlich spannend.

In diesem Jahr ist das für mich ein bisschen anders, woran zwei Faktoren maßgeblich beteiligt sind: Zum einen wie gesagt die Erkenntnis, dass es einen Spruch des Jahres gibt, zum anderen der Papst. Wenn mich nämlich jemand fragen würde, welcher mein Spruch des Jahres ist, dann würde ich den über die NSA ohne zu zögern an die zweite Stelle rücken, und diesen hier nennen: (mehr …)