Die zwei Seiten der Eva Klotz

Ich hatte neulich wieder einmal Gelegenheit, Eva Klotz zu beobachten, ich glaube, in einem Themen-Duell im TV, und war – wie fast immer – am Ende ratlos, weil diese Frau in mir stets zwei einander aufs heftigste widerstrebende Gefühle auslöst: Auf der einen Seite Ärger und Widerwillen, weil ich ihre Reden um „Südtirol ist nicht Italien“, „so lange wir bei diesem Staat Italien sind“ usw. usf. einfach nur kindisch, aus der Zeit gefallen, unpassend und zerstörerisch finde. Ich fühle mich davon kein bisschen angesprochen, und würde mich gern fremdschämen dafür. (mehr …)

Von der Schwierigkeit, Jungs zu gewinnen

Ich wollte eigentlich damit anfangen, zu erzählen, was mich an bzw. in diesem Text („Nicht auf den Schoß nehmen“, Süddeutsche Zeitung Magazin) heute stutzig gemacht hat. Aber jetzt fange ich doch lieber beim Umfeld an – denn das ist auch recht interessant und verleitet zum Nachdenken, über Dinge und Situationen, die ziemlich neu sind und also teils recht heftiger Denk-Umkehrschwünge bedürfen. (mehr …)

À propos „Familie“

Das gehört hier jetzt zwar nicht im strengen Sinne zu „Frauensachen“, aber ich schlage vor, wir sehen das jetzt mal ein bisschen locker, und also hier und heute, was mich (auch) schon seit einem Weilchen beschäftigt. Außerdem ist, was ich hier sagen möchte, doch eher eng verwandt mit meinem letzten Beitrag (Die Frau? Bloß nicht zu unabhängig), weshalb ich die „Bombe“, um die es hier geht, nicht länger mit mir herumtragen und sie in unsere kleine und vielleicht ein bisschen enge Welt entlassen will (mal schauen, was passiert). Es geht um einen  Zeitungsartikel, der aus der (eher konservativen, wenn ich recht informiert bin) Schweiz kommt, und dort von der (eher konservativen, wenn ich recht informiert bin) NZZ oder auch „Neue Zürcher Zeitung“. (mehr …)

Die Frau? Bloß nicht zu unabhängig!

Darüber grüble ich jetzt schon ein ganzes Weilchen: Eine Bekannte hatte mir davon erzählt, wie ihre (ich glaube) zwölfjährige Nichte vor einem besonders schönen Teilchen im Schaufenster eines Juweliers folgenden Satz tat: „Da werde ich aber einen SEHR reichen Mann heiraten müssen, wenn ich je so etwas Schönes besitzen will“. So gesagt und geschehen im Jahre 2014. (mehr …)

La partita femminista: Bitte! Bunt!

Ich habe neulich zum ersten Mal davon gehört: Es gibt in Schweden eine feministische Partei, und die hat, man höre und staune, bei den Europawahlen etwas mehr als fünf Prozent „abgestaubt“. Die Schweden sind uns ja in vielen Dingen voraus, sie scheinen – im Vergleich zu uns – eine recht fortgeschrittene Gesellschaft zu sein. Jedenfalls ist die von der Feministischen Partei und ihrem stolzen Wahlergebnis doch mal eine gute Nachricht, finde ich,  in einer Welt, die nicht nur optisch von Krawatten und grauen Anzügen dominiert wird, und habe mir anschließend noch gleich mitgedacht, dass wir hier so etwas ja vielleicht auch ganz gut gebrauchen könnten. (mehr …)

Warum Frauen keine Frauen wählen (ein Versuch)

In diesen letzten Tagen wurde die Frage, warum Frauen nicht Frauen wählen, vermehrt vor mein Bewusstsein gespült, keine Ahnung woher und warum, aber das spielt ja auch gar keine Rolle. Tatsache ist, dass sie wohl schon seit vielen Jahren in den dunklen Höhen meines Bewusstseins schlummert, vermutlich seit damals, meine Tochter war noch klein und es muss also schon weit über zehn Jahre her sein, als eine Bekannte mich empört zurecht wies, dass „wir Frauen schon Frauen wählen müssen“. Ich sehe mich noch heute, wie ich innerlich zusammen zuckte und meinerseits ziemlich empört in mich hinein dachte, so ein Schmarrn, das ist doch kein Argument, denn natürlich wähle ich Frauen nicht, „weil sie Frauen sind“, und auch nicht, weil „Frauen Frauen wählen (müssen)“. Die Frauen, die ich wählen will, müssen meine Interessen vertreten, dort ganz vorne, und bitte möglichst erfolgreich. (mehr …)

Ein Valentinstag

Es war ja gestern Valentinstag, oder auch Tag der Liebe(nden) und ich muss für mein Teil sagen, dass ich nicht viel davon halte, wie ich auch vom Muttertag wenig halte und überhaupt von solchen (Bedenk-)Tagen, entbinden sie uns doch gewissermaßen an allen anderen Tagen von der Aufgabe und der Pflicht, eben das zu tun, was wir an diesen „-tagen“ ein Mal im Jahr tun, nämlich den Menschen, die wir lieben und die uns teuer sind, unsere Wertschätzung zu zeigen.

Anders ist das, wenn solche „-tage“ dazu dienen, auf Missstände aufmerksam zu machen, und sie also ein hochwirksames Instrument sind, um für eine Sache mehr Aufmerksamkeit zu bekommen und eine größere Öffentlichkeit zu erreichen. In solchen Fällen finde ich „-tage“ äußerst sinnvoll. Wie zum Beispiel den gestrigen „V“-Tag (wobei dieses „V“ sowohl für „Valentin(s)“ als auch für „Victory“ stehen kann), von „One Billion Rising„, an dem die Welt sehen sollte (ich hoffe, es ist gelungen, ein starker Anfang ist es allemal), dass immer noch mehr als ein Drittel aller Frauen und Mädchen auf die eine oder andere Art Opfer von Gewalt werden.

Ich finde es übrigens besonders wichtig, dass (auch) jene Formen der Gewalt herausgearbeitet werden, die gerade von Männern nicht unmittelbar (wenn überhaupt) als Gewalt erkannt und anerkannt werden.

In diesem Sinne, diese Bilder:

Unterdrückte Mehrheit

Seit ein paar Tagen zirkuliert ein Kurzfilm im Internet, ein Film, in dem mithilfe des so genannten „gender swap“ sehr direkt vermittelt wird, was es heißt, Frau zu sein, mitten in Europa, im Jahre 2014. Gestern war der Film mit dem Titel „Majorité Opprimé“, zu deutsch: Unterdrückte Mehrheit, auch bei „Zeit Online“ angekommen, überschrieben mit „Das Matriarchat grapscht zurück„. Den Titel finde ich recht unglücklich gewählt, der Begleittext ist auch nicht wirklich auf Zeit-Niveau – aber wie immer sind die User-Kommentare ziemlich aufschlussreich.

Aber hier erst Mal der Film:

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Diese Feministin! Hinterzieht auch noch Steuern!

Ich weiß jetzt nicht, ob ich es eher bestürzend oder doch „nur“ betrüblich finden soll, wie die breite und schmale Öffentlichkeit auf die Kundmachung der Tatsache, dass Alice Schwarzer nicht nur Feministin, sondern auch noch Steuerhinterzieherin ist, reagiert.

Vorausgeschickt, dass ich Alice Schwarzer nur im Vorübergehen und Vorbeiziehen kennengelernt habe, und also zu wenig weiß über sie, als dass ich mir ein Urteil oder auch nur ein Bild anmaßen dürfte. Ich weiß, was alle wissen, nämlich dass sie eine streitbare Feministin ist. Das nun ist, meines Wissens, kein Beruf, sondern vielmehr eine Einstellung zu einer gesellschaftspolitischen Thematik, oder vielleicht eine Ideologie – hat aber jedenfalls nicht das Geringste mit dem Delikt der Steuerhinterziehung zu tun. (mehr …)

Auf, ihr Frauen, in die Mitte!

Ich glaube, es war Brigitte Foppa, die im Zusammenhang mit der neuen Südtiroler Landesregierung bzw. deren Bildung im Sinne von Schaffung sagte, „in dieser Regierung gibt es nur eine Frau“. So oder ganz ähnlich sprach sie, und ich fürchte, sie hat(te) recht.

Zumindest wenn, wie ein lieber Bekannter es ausdrückte (er hat mich auf das Bild aufmerksam gemacht, ich habe zur Zeit leider eher wenig Muße), „ein Bild mehr als tausend Worte sagt“ und wir dem Titelfoto der „Dolomiten“ vom 17.1.2014 Glauben schenken dürfen: Die einzige Frau, die auf diesem Bild präsent ist, ist die Frau Stocker, und ich glaube nicht, dass das an ihrem grünen (ha!) Blazer liegt. (mehr …)