(Mehr) Männer in die Kitas!

Die FAZ (online) berichtete gestern: „Kaum Männer arbeiten in Kitas“. Und je weiter sich die deutschen Lande gen Süden ausdehnen, desto weniger Männer können sich – scheinbar – für den Beruf des Erziehers erwärmen. Die Bayern sind die letzten in dieser Rangfolge. Das ist interessant, finde ich, insbesondere im Gedenken an den jüngst in den Medien heftig diskutierten „Fensterln“-Zwischenfall. (mehr …)

So ein *Q*, diese *Q*

Seit den Gemeindewahlen ist die Frauenquote – oder eigentlich: „Der Irrsinn“ der Frauenquote – wieder einmal in aller, vornehmlich der Herren, Munde. Sie funktioniert einfach nicht, heißt es, und sei sowieso „ein Irrsinn“ – wie gesagt -, „“Quatsch“, „absurd“, „illegal“, und gar demütigend (!) für kluge Frauen, denn die gäbe es, ohne Quatsch, und kluge Frauen brauchen keine Quote. Darf ich, bei dieser Gelegenheit, einmal höflich nachfragen, mit welcher Berechtigung all diese „Herren“ sich ihre abschätzigen Urteile anmaßen? Und überhaupt ihr Urteil anmaßen? Woher wollen sie wissen, wovon sie reden („aus Erfahrung“ reden sie wohl eher nicht…)? Wer legt den Maßstab an, und wo, dafür, was „Quatsch“ ist, und was „Irrsinn“? (mehr …)

Grenzen, mit Willkür, Unrecht und überhaupt: Ich hab‘ da mal ’ne Frage.

Ja, es wäre SEHR spannend, heute schon zu wissen, was die Geschichtsbücher dereinst, in zwei- oder drei- oder vierhundert Jahren, über die Geschehnisse unsere Tage erzählen werden, was die Studenten diskutieren, und was die Professoren lehren werden. Ich fürchte, das Bild, das wir als „zivilisierte“ Gesellschaft abgeben werden, ist nicht das Beste: Wie wird beispielsweise die Tatsache erzählt werden, dass viele, viele Tausende Menschen armselige, unwürdige und einsame Tode sterben mussten, im Mittelmeer und vor den Toren des (reichen!) Europa, bevor dieses Europa – seine höheren und höchsten Chargen – sich dazu herab ließ, einmal aufzuschauen, und kurz hinzusehen?

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Badeurlaub

Es mag dumm sein, aber ich kann’s nicht ändern: Seit geraumer Zeit schon – und ganz besonders in diesen letzen Tagen – frage ich mich, ob es wohl (noch) Menschen gibt, die an den Gestaden des Mittelmeers Badeurlaub machen wollen, machen können.

Denn es ist doch, sage ich mir, ein einziges, ungeteiltes Meer, ein einziges, großes Wasser, und also die Frage: Wo hört das Totenmeer auf, und fängt das Bademeer an?

Zwei Worte noch, und ein paar Gedanken, zum Equal Pay Day

Es war neulich wieder „Equal Pay Day“, oder auch „Internationaler Aktionstag für Entgeltgleichheit für Männer und Frauen“, oder auch: Ein Tag im Jahr und im Leben vieler Menschen, an dem auf geschlechterbedingte Lücke/n zwischen Gehältern aufmerksam gemacht werden soll. Überflüssig zu sagen, auf welcher Seite die Lücken klaffen. Es war übrigens auch der Internationale Tag des Glücks. (mehr …)

Von der Freiheit und Anonymen, mit Folgen (ein Versuch)

Die NSTZ hatte vor ein paar Tagen berichtet, dass ein Internetmagazin namens „Tablet“ das Kommentieren seiner Beiträge nur noch „zahlenden Kunden“ ermöglichen wolle. Dieser doch recht ungewöhnliche Schritt – im Netz, der vorwiegend-immer-noch-Gratiskultur – wird folgendermaßen erklärt:

(…) ist dieser Vorstoß besser, als wenn man alle Kommentare unterbindet, wie es manche Medien inzwischen tun. Bei „Tablet“ soll die Gebühr nun für eine Art „Zivilisierung” der Diskussion sorgen und „viele, wenn nicht die meisten der übelsten Missetäter ausschalten“.

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Unterkommen, oder auch: Schlafen (in Pavia)

Unser Plan war ja ursprünglich der gewesen, in Herbergen zu übernachten, größtenteils zumindest. Es ist ja diese auch eine Kostenfrage, nicht wahr, bei einer vier- bis fünfwöchigen Reise. Unter „Herbergen“ stellte ich mir Jugendherbergen vor, und hatte kein Problem damit, außer vielleicht die Sorge, ob ich nicht schon zu alt dafür sei. Meine Tochter beruhigte mich, es dürften da auch alte Leute rein, wenn sie nur bezahlen. Erst in der Vorbereitung auf unsere Reise lernte ich, dass es auf dieser Welt auch ausdrückliche Herbergen für Pilger gibt. (mehr …)

Vom Privileg, helfen zu können

Und während also da draußen diese erschreckende Gewalt-Orgie unser Land in Geiselhaft genommen hat – und ich meine hier einmal die andere Seite, die, die ganze Volksgruppen diffamiert und ihre Angehörigen unbesehen und ungeprüft zu Verbrechern deklariert und abstempelt, denn auch das ist Gewalt -, und während fast alle dabei zusehen, und nichts dazu zu sagen haben, selbst die nicht, die reden müssten; und während weiterhin viel zu viele mitmachen, und die Welle weitertragen, und sie aufschaukeln, sogar Menschen, die Verantwortung tragen, und Vorbilder sein sollten, derweil also möchte ich diese kleine Geschichte erzählen. Sie ist mir gestern wieder eingefallen, als mir eine Bekannte erzählt hat, wie eine pakistanische Grundschülerin von ihrer Klasse gemobbt wird, sie solle aus dem Land verschwinden, und alle anderen Ausländer auch, sie seien doch alle Verbrecher. (mehr …)