

Immer, wenn es auf Weihnachten zu geht, fällt mir diese kleine Geschichte ein, die mir mein Vater einmal erzählt hat. Er war ein kleiner Bub, damals, die Mitte des letzten Jahrhunderts war noch fern, es war die Zeit zwischen den großen Kriegen. Die Winter waren kalt, die Zeiten karg. (mehr …)
Die „Flüchtlinge“ sind ja jetzt angekommen, in Kastelruth. Oder zumindest hier sind sie. Neunzehn, an der Zahl, was nicht wirklich viele sind, auch wenn man im Vorfeld ihrer Ankunft fast hätte meinen mögen, dass ihrer ganze Heerscharen auf dem Weg zu uns her waren. Aber gut, „Neues“ macht halt „Angst“, manchen, manchmal, offenbar. (mehr …)
Vor längerer Zeit berichtete eine oder auch mehrere der heimischen Zeitungen über das Ergebnis einer Studie, die aufzeigte und erklärte, wie und warum junge Leute ihre schriftlichen Unterhaltungen im Netz weit überwiegend im Dialekt abwickeln, während „die Alten“ – also alle über 40 – die Hochsprache bevorzugen. (mehr …)
Wohin man dieser Tage seine Augen und Ohren auch wenden mag, schaut und tönt einem „Angst“ entgegen. Das mag, warum nicht, sogar „berechtigt“ sein, in diesen unseren doch recht unruhigen Zeiten, im vielfachen Sinne gar (interessant aber doch, dass z. B. die Angststürme im Zuge der Bankenkrise bzw. der Banken-Rettung nicht annähernd so heftig übers Land tobten, obwohl doch jene Krise weitaus bedeutsamer und wohl auch bedrohlicher war als die aktuelle Flüchtlings“krise“. Verkehrte Welt. Ob’s vielleicht doch, in Wahrheit, um etwas anderes als „Angst“ geht, im Moment?!). Angst ist ja übrigens auch ein Zeichen der Vernunft, sie bringt Menschen dazu, vorsichtig und bedachtsam zu handeln, wenn die Situation unklar oder unübersichtlich ist. Also ein eher intelligentes Gefühl, die Angst. (mehr …)
Die jüngsten – neuen – Fördermaßnahmen der Autonomen Provinz lassen aufhorchen: In den Genuss von finanzieller Unterstützung aus dem öffentlichen Säckel kommen demzufolge künftig die so genannten „Tante Emma“-Läden draußen auf dem Lande (oder auch: „Nahversorgung“… immer diese hässlichen, sterilen Wortschöpfungen…), sowie Arbeitgeber, die „hoch qualifizierte MitarbeiterInnen“ einstellen. In diesem letzteren Zusammenhang finde ich besonders interessant, wie unsere Landesregierung „hoch qualifiziert“ definiert – nämlich so: „Personal mit Fachlaureat oder Doktorat in technisch-wissenschaftlichen Disziplinen mit mindestens fünfjähriger Berufserfahrung.“ Diese Definition greift ein bisschen sehr kurz, nicht wahr, und ist eigentlich ein Affront für all die vielen Nicht-Akademiker, die hoch qualifiziert sind, und hoch professionell. (mehr …)
(Den nachfolgenden Text hatte ich am 22.8.2015 bei „salto.bz“ eingestellt. Ich denke, er kann hier auch stehen, und eventuell gelesen werden. PS. Ich sehe gerade: Das System hat die Kommentare bei „salto.bz“ mitgenommen. Ich lass das so stehen.).
In diesen letzten Tagen begegnete ich Südtirol auffallend oft in den nördlichen, großen Medien. Ein größerer FAZ-Text beschrieb die Stau-„Politik“ am Brenner; die „Süddeutsche Zeitung“ spielte ein breit angelegtes Interview mit Reinhold Messner, und bei „Geo Saison“ ist es mittlerweile schon gute Tradition, dass mindestens einmal jährlich das Titelbild mit entsprechendem Text aus Südtirol kommt. Angesichts so starker Präsenz in maßgeblichen Medien könnte man beinahe Gefahr laufen, stolz zu sein, auf das kleine Land, das sich auch Heimat nennt. (mehr …)
Also, die Debatte um Benko – ja oder nein – und ein Facebook-Kommentar, dass die Zukunft des Handels eh online stattfinden wird, hat mir in Erinnerung gerufen, dass ich dazu, also zum Internet-Shopping, schon längst ein paar Gedanken ordnen wollte. Vorab: Ich gehöre nicht zu den Fans des Benko-Projekts, ich kann darin sowieso keinen Nutzen und schon gar keinen Mehrwert erkennen. Aber wenn ich dazu noch den Online-Handel addiere, bleibt für Benko gar nichts mehr übrig. (mehr …)
Man stelle sich einmal vor:
„Der Kölner Kardinal Woelki lässt am Freitagabend von den Kirchtürmen seiner Diözese die Glocken tönen; für jeden toten Flüchtling im Mittelmeer ein Schlag – als Mahnung, als Zeichen, als Aufforderung an die Politiker, „einen legalen Weg für Flüchtlinge nach Europa“ zu schaffen“.
Es geht in jüngster Zeit, in der ich-nenn-sie-mal „Südtiroler Flüchtlingsfrage“ eine kleine Polemik durch die Reihen der Helfer*innen und Helfershelfer*innen: Nichts oder jedenfalls nur sehr wenig sei, wie es sein müsse, die Äpfel gingen aus, und überhaupt: Die Provinz sei doch zuständig, und nicht die Freiwilligen bzw. die „Zivilbevölkerung“. (mehr …)