Von Abstimmungen, geheimen und anderen

Das ist ein Problem, hatte ich mir neulich gedacht, als ich von der (neuerlichen) Abstimmung über den Neubau einer Seilbahn von Kastelruth auf den Puflatsch gehört hatte. So eine Abstimmung in einem kleinen Dorf, in dem jeder jede kennt und irgendwie alles miteinander verwoben und aufeinander angewiesen ist, in so einem Dorf ist so eine Abstimmung ein Problem – jedenfalls in einer Sache, die von großer Tragweite ist für die Gemeinschaft und, wie das in solchen Fällen üblich ist, das Dorf entzweit. (mehr …)

Gut (Brot-)Ding will Weile haben

DSC_8804-350x234Ich gestehe: Ich bin ein Brot-Freak und bräuchte, um glücklich zu sein, wenig mehr als ein Stück guten Brotes. Gutes Brot aber, im klassischen Sinne, ist ein rares Gut geworden, in unseren Tagen, so sehr, dass ich persönlich ja zur Ansicht  neige, der Zustand einer Gesellschaft lässt sich an ihrem Brot ablesen und erkennen: Je übler das Brot, desto übler die Zustände in der Gesellschaft. Unter üblem Brot verstehe ich übrigens alles, was uns gemeinhin und mit wenigen Ausnahmen als „Grundnahrungsmittel“ zugemutet wird: Viel Luft (Schein!), wenig Substanz (Sein!); aufgeblasene Teigklumpen, die am besten schnurstracks verschlungen werden, weil je länger man kaut, desto übler der Geschmack, und überhaupt (langer Rede, kurzer Sinn): Viel Getue, wenig drin. (mehr …)

Ist Zeit Geld? Oder Glück?

Die Zeit drängt: Dieser wunderbare Film kann nur noch wenige Tage online abgerufen werden, in der ARTE Mediathek (http://www.arte.tv/guide/de/040409-000/speed-auf-der-suche-nach-der-verlorenen-zeit?autoplay=1), und es wäre jammerschade, wenn nicht so viele Menschen wie möglich ihn sehen würden: Jede einzelne der 90 Film-Minuten ist – ich glaube nicht, zu übertreiben – ein Gewinn. (mehr …)

Vom Weinbau in Georgien, Geschichte(n) und Patriotismus

ARTE zeigte gestern einen sehr schönen GEO-Reportage-Film über das Weinland Georgien (ich verlinke den Beitrag weiter unten, er ist wirklich sehr schön, wie übrigens alles, was von GEO kommt). Ich liebe solche Reportagen über fremde Menschen und fremde Länder, und bin  immer wieder fasziniert, wie viele Ähnlichkeiten sich in so vielen Dingen, kleinen und großen, immer wieder hervortun, obwohl man doch, auf die ersten paar oberflächlichen Blicke, meinen möchte, die unsere sei der jeweils anderen Kultur so unendlich fern und so gänzlich fremd. (mehr …)

Prädikat: SEHR wertvoll

Die 20 größten Konsumsünden (inklusive ihrer Folgen und Ursachen): Ein maximal sehenswerter Beitrag. Man wird schon nachdenklich, doch, auch wenn man eh schon einigermaßen bescheiden lebt…

Meine Tochter bemerkte, dass „die Menschen ohne weiteres maximal überteuerte Preise zu zahlen bereit sind, für Mini-Mengen Kaffee in umweltschädlichen Aluminiumkapseln, aber für gutes Bio-Fleisch ein paar Euro mehr auszugeben, das geht scheinbar nicht“. Vielleicht liegt’s ja daran, dass Bio-Fleisch unter „ökologisch und politisch korrekt“, aber keineswegs „sexy“ läuft?! Vielleicht sollten wir’s ja mal mit George Clooney oder Johnny Depp als Bio-Metzger versuchen?!

Von der Seligkeit im Fußgewand

Meine Tochter ist, im Gegensatz zu mir, eine „Potschn“-Trägerin  und –liebhaberin. Ich konnte mich mit Hausschuhen nie recht anfreunden, sie kamen mir immer fürchterlich spießig und bieder vor. Hausschuhe. Das einzige Paar, das ich mir kaufte und an das ich mich mit wehem Herzen erinnere – sie haben sich längst in Luft aufgelöst -, war ein Paar originaler Ugg-Boots aus Australien, zu einer Zeit, als die noch kein Mensch trug. Sie waren herrlich warm und hatten sehr wenig bis gar nichts von einem „Hausschuh“. Vielleicht war die Gummisohle dran Schuld. (mehr …)

Weniger ist mehr: Der Film

Hier ist er nun – I proudly present, was ich persönlich im Netz trotz intensiver Suche nicht finden konnte, aber nun – einem Facebook-Freund (sage noch eineR was gegen fb 😉 ) sei Dank, hier doch einstellen kann: Der Film über „Weniger ist mehr“ (Die Grenzen des Wachstums und das bessere Leben), der mich neulich Abend an den TV-Bildschirm bannte (das gelingt meist nur ARTE).

Lichtverschmutzung

Lichtverschmutzung ist ja ein Thema, nicht wahr, leider aber eins, das kaum Beachtung findet oder nur ganz selten. Ích persönlich empfinde es am drängendsten in der Weihnachtszeit mit unseren bald schon amerikanischen Beleuchtungsverhältnissen – insofern fängt Weihnachten ja schon bald im November an und hört erst auf, wenn die Wintersaison, ja, Saison, zu Ende ist. In welchem Zusammenhang ich allerdings nicht wirklich an Lichtverschmutzung gedacht hatte oder zumindest nicht daran, dass man sie (auch) hier eindämmen könnte, ist: Bei der Straßenbeleuchtung. Straßenbeleuchtung ist notwendig, nicht wahr, sie ist eine Frage der Sicherheit, insbesondere für die (körperlich) schwächeren und schwächsten Gesellschaftsmitglieder. Jedoch: Es gibt findige Menschen, die auch hierfür eine Lösung erdacht haben, eine ganz fantastische Idee, und jedes Mal, wenn ich daran denke, geht mir das Herz auf, wirklich. So einfach, so simpel, so genial: Bewegungsmelder für die Straßenbeleuchtung. Die geht an, wenn jemand sie braucht, und wieder aus, wenn niemand sie braucht… und funktioniert so:

http://http://www.tvilight.com/FrontPage

 

Wellness?!

Am Ende tat ich: Nichts von alledem, sondern zog auf „meinen“ Marinzen. Dort hängte ich mich über einen umgelegten Baumstamm, träumte in unseren tiefblauen Spätsommerhimmel und hörte dem geflügelten Sommergetier beim Summen zu. Und immer, wenn ich aufstehen wollte, blieb ich einfach noch ein bisschen liegen. Mit dem Ergebnis, dass ich am Ende gar nicht mehr aufstehen wollte, was ja nun aber auch nicht Sinn der Sache war, aber jedenfalls war ich: Maximal erholt, wie neugeboren, wie Phönix aus der Asche neu erstanden.

Da, habe ich mir gedacht, da kann auch der raffinierteste Wellness-Tempel nicht mithalten und wie schön wir’s doch haben. Denn immer noch und immer wieder gilt: Nature simply does it better.