It’s the (stupid) context

(Ich, laut nachdenkend)

Ich bin grad genervt. Auf meiner Wall im Facebook habe ich neulich dieses Video gepostet. Ich find’s einfach nur entsetzlich blöd. Noch bevor ich es sexistisch finde.

Natürlich hat’s nicht lange gedauert, da kam auch schon der erste Einwand, den ich hier nicht vollinhaltlich wiedergeben werde, weil es darum nicht geht, sondern darum, ob solch dämliche Spots nur (oder weit überwiegend) mit Frauen zum Inhalt und für ein männliches Publikum geschaffen werden, und ob das Motto „Sex sells“ zwingend auch Sexismus meint und beinhaltet. Als Beispiel, dass beides sehr wohl zutrifft, wurden die Coca Cola Light-Spots genannt (ich kann mich nur vage an sie erinnern, aber ich weiß, dass sie mir gut gefielen. Weiter habe ich darüber nicht nachgedacht). Sie seien, hieß es, (genauso) sexistisch wie der First Aid Spot da oben. (mehr …)

Über persönliche Grenzen (und wer sie definiert)

Vor ein paar Tagen wurde ich auf dieses Video aufmerksam (ich stelle es ganz am Ende des Beitrags ein – es ist aber auch im Zeit-Text, auf den ich noch zu sprechen komme, verlinkt).  Es zeigt – und zählt -, wie oft eine ganz normal daher kommende Frau im Laufe eines Tages sprachlichen Aggressionen und Anzüglichkeiten wildfremder Männer ausgesetzt ist. Es war eine ausgezeichnete Idee, diesen Film zu machen, denn so etwas erlebt ja jede Frau, und nein, es ist NICHT angenehm. Aber unsereine wird ja nicht gefragt. Das Video lief dann auch – völlig zurecht – sehr schnell viral. Vielleicht, so meine Hoffnung, fängt ja doch der eine oder andere mit Nachdenken an. (mehr …)

Oh, diese Scheinheiligkeit!

Es gab da neulich auf RAI Südtirol in der Sendung „Pro & Contra“ eine Diskussion über die Notwendigkeit/den Wunsch der Anerkennung von Ehen unter gleichgeschlechtlichen Paaren. Es diskutierten Andreas Unterkircher, Präsident von „Centaurus“ und bekennender Schwuler, und ein Herr Lois Taibon, Obmann – glaube ich – der Pustertaler Südtiroler Freiheitlichen (es wäre ja übrigens schön, wenn man bei RAI Südtirol endlich anfinge, seine Sendungen auch im Internet zur Verfügung zu stellen). (mehr …)

Gewalt (an Frauen)? Ist Männersache!

What a man! Wahrhaftig, die Welt wäre besser dran, wenn sie mehr von seiner Sorte hervorbrächte. Derweil bemüht manN sich aber im kultivierten Europa immer noch – vielleicht aber auch wieder, was durchaus schlimmer wäre – darum, das Problem der Gewalt an Frauen klein zu reden, manche gar, die Aufmerksamkeit davon weg und zu weiblicher Gewalt an Männern (die es zweifelsohne auch gibt, denn es gibt ja nichts, was es nicht gibt) hin zu bringen. Ich halte nichts von Gewalt, von keiner Form von Gewalt, aber als ich klein war und auch noch, als ich schon größer war, galt das ungeschriebene Gesetz, dass Gewalt ein No Go ist, dass aber Gewalt eines körperlich Überlegenen an einem körperlich Schwächeren ein NO NO GO ist. In diesem Sinne möchte ich hier gern mein erstes Ausrufezeichen setzen, in Sachen männlicher Gewalt an Frauen, und umgekehrt. (mehr …)

Laufen wie ein Mädchen

„What does it mean to run like a girl?“ Dämliche Frage! Schnell laufen Mädchen, natürlich! Ich muss gestehen, die ersten paar „Performances“ im Video, die auf die eingangs gestellte Frage „antworten“ sollen und jedenfalls reagieren, scheinen mir fast ein wenig gestellt, so unglaubwürdig wirken sie.

Gibt es tatsächlich Menschen, die denken, dass Mädchen so laufen? Laufen Mädchen so? Heute noch? Zugegeben – früher, als die Frauen noch enge Röcke trugen, die weit ausholende, natürliche Laufschritte unmöglich machten, sah es manchmal tatsächlich ein bisschen so aus wie in dem kleinen Film unten porträtiert, wenn Frauen liefen und zu diesem Zwecke ihre Beine seitlich wegwarfen statt nach vorne und hinten auszuholen. Aber diese Zeiten sind doch längst vorbei, lange schon tragen Frauen Hosen und flache Schuhe und können richtig gut laufen – (wie) ist es möglich, dass sich derlei „Stereotypen“ und (Vor-)Bilder so machtvoll behaupten können, entgegen jeglicher Realität und weit über Jahrzehnte hinweg? (mehr …)

Ja! Ja! Ja!

Ja wirklich – schon klar, dass ein halbnackter Jung-Frauen-Hintern sagenhaft viel zu tun hat mit a) Pizzaservice und b) gutem Zweck. Und ja, höchste Zeit, dass von offizieller Seite gegen diese sexistische, allemal unwürdige und jedenfalls dümmliche Art der „Werbung“  vorgegangen wird – schade nur, dass der Gleichstellungschefin Frau Oberhammer die Hände doch ein bisschen sehr gebunden sind und sie nicht viel mehr tun kann, als zu einem Boykott aufrufen und auf die Unterstützung der Medien zu hoffen (!).

À propos Medien: Eine permanente Black-List in den wichtigsten Zeitungen und Zeitschriften – das wäre doch ein großer Schritt.

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