It’s the (stupid) context

(Ich, laut nachdenkend)

Ich bin grad genervt. Auf meiner Wall im Facebook habe ich neulich dieses Video gepostet. Ich find’s einfach nur entsetzlich blöd. Noch bevor ich es sexistisch finde.

Natürlich hat’s nicht lange gedauert, da kam auch schon der erste Einwand, den ich hier nicht vollinhaltlich wiedergeben werde, weil es darum nicht geht, sondern darum, ob solch dämliche Spots nur (oder weit überwiegend) mit Frauen zum Inhalt und für ein männliches Publikum geschaffen werden, und ob das Motto „Sex sells“ zwingend auch Sexismus meint und beinhaltet. Als Beispiel, dass beides sehr wohl zutrifft, wurden die Coca Cola Light-Spots genannt (ich kann mich nur vage an sie erinnern, aber ich weiß, dass sie mir gut gefielen. Weiter habe ich darüber nicht nachgedacht). Sie seien, hieß es, (genauso) sexistisch wie der First Aid Spot da oben. (mehr …)

Laufen wie ein Mädchen

„What does it mean to run like a girl?“ Dämliche Frage! Schnell laufen Mädchen, natürlich! Ich muss gestehen, die ersten paar „Performances“ im Video, die auf die eingangs gestellte Frage „antworten“ sollen und jedenfalls reagieren, scheinen mir fast ein wenig gestellt, so unglaubwürdig wirken sie.

Gibt es tatsächlich Menschen, die denken, dass Mädchen so laufen? Laufen Mädchen so? Heute noch? Zugegeben – früher, als die Frauen noch enge Röcke trugen, die weit ausholende, natürliche Laufschritte unmöglich machten, sah es manchmal tatsächlich ein bisschen so aus wie in dem kleinen Film unten porträtiert, wenn Frauen liefen und zu diesem Zwecke ihre Beine seitlich wegwarfen statt nach vorne und hinten auszuholen. Aber diese Zeiten sind doch längst vorbei, lange schon tragen Frauen Hosen und flache Schuhe und können richtig gut laufen – (wie) ist es möglich, dass sich derlei „Stereotypen“ und (Vor-)Bilder so machtvoll behaupten können, entgegen jeglicher Realität und weit über Jahrzehnte hinweg? (mehr …)

Ja! Ja! Ja!

Ja wirklich – schon klar, dass ein halbnackter Jung-Frauen-Hintern sagenhaft viel zu tun hat mit a) Pizzaservice und b) gutem Zweck. Und ja, höchste Zeit, dass von offizieller Seite gegen diese sexistische, allemal unwürdige und jedenfalls dümmliche Art der „Werbung“  vorgegangen wird – schade nur, dass der Gleichstellungschefin Frau Oberhammer die Hände doch ein bisschen sehr gebunden sind und sie nicht viel mehr tun kann, als zu einem Boykott aufrufen und auf die Unterstützung der Medien zu hoffen (!).

À propos Medien: Eine permanente Black-List in den wichtigsten Zeitungen und Zeitschriften – das wäre doch ein großer Schritt.

(mehr …)