Vom Fischen in trüben Wassern

Die NSTZ quoll heute förmlich über mit mehr oder minder direkten Nachrichten über die „Neuen“ (Damen) bei SVP. Während man die schöne Marie jetzt nur noch an der Seite des Herrn Achammer sehen soll (sollen wir das nun im wörtlichen oder auch im übertragenen Sinne verstehen?! Hat man ihr einen Aufpasser zur Seite gestellt?!), wird Frau Schwellensattl, auch nicht gerade unansehnlich, ins Rampenlicht geholt. Man ist bei SVP offensichtlich der Meinung, Marie habe nun genug geleuchtet, jetzt sei die Reihe an Madgalena. Was wohl die anderen SVP-Kandidatinnen davon halten werden? Reicht die Zeit bis zur Wahl, um all die vielen, tüchtigen und schönen SVP-Kandidatinnen gleichberechtigt in die Scheinwerfer der Öffentlichkeit zu stellen?
Jedenfalls wird also heute die Angel nach den Südtiroler Kulturmenschen ausgeworfen, bei SVP und mit Hilfe der schönen Madgalena, nach denen, die laut in die Runde gerufen hatten, Frau Schwellensattl bei Kultur käme sehr gelegen und würde die Südtiroler Kulturmenschen sehr erfreuen. Um also diesen zu gefallen, munkelt man jetzt – laut Tageszeitung – innerhalb der SVP, Arno Kompatscher habe der Neuen „die Kultur“ versprochen, falls sie denn gewählt werden sollte, womit er eigentlich schon ein bisschen rechne. Aber natürlich sei klar, so Frau Schwellensattl auch im Namen des Herrn Kompatscher, dass es unklug wäre, das Fell der Bären zu zerteilen, noch bevor er erlegt wurde. Ah ja.
Was für ein zynisches Spiel, das man dort spielt, bei SVP und mit seinen Kandidatinnen und vor allem seinen Wählern und wie siegesgewiss man doch ist, auch wenn man anders tut. Oder bin ich die einzige, die es unglaubwürdig findet, wenn Arno Kompatscher auf der einen Seite laut in die Gegend ruft, er sei keineswegs Landeshauptmann in spe sondern lediglich Spitzenkandidat der SVP, aber auf der anderen Seite und fast gleichzeitig als Landeshauptmann auch schon die Posten in die Runde verteilt, an Leute, von denen noch niemand weiß, ob und wie sie gewählt werden?! Reichen eigentlich die Posten für alle KandidatInnen? Oder werden sich dann die anderen, die „Altgedienten“, mit Pöstchen oder mit gar nichts zufrieden geben (müssen)? Und natürlich erzähle uns niemand, die Aktion und deren Wirkungen in der Südtiroler Öffentlichkeit seien nicht von langer Hand geplant, abgesprochen und ihre Effekte wohl kalkuliert – die zielstrebige Hand kundiger Marketingstrategen und –berater ist gar zu offensichtlich.
Ja, langsam beginne ich zu verstehen, was gemeint sein könnte, wenn politischen Kandidaten zu ihrem „Mut“ gratuliert wird. Das politische Parkett scheint tatsächlich eine Löwengrube zu sein, dort zumal, wo die Macht zuhause ist, und wo’s um sie geht, in erster Linie, um die persönliche Macht und die des Hofstaates, und weniger um die Sache der Bevölkerung.

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