Die(se) Euregio mag ich nicht

Viel braucht es ja wahrhaftig nicht, dass sich Südtirol im Mittelpunkt der Welt wähnt, und sei es „nur“ der europäischen: Auf Schloss Prösels bei Völs, einem zugegebenermaßen äußerst attraktiven Standort, gaben sich an diesem Wochenende hohe bis höchste Persönlichkeiten der aktuellen Politik ein Stelldichein. Die VVIP-Liste reichte hinauf bis zum italienischen Ministerpräsidenten, Matteo Renzi, der aber gerade lange genug blieb, um den österreichischen Bundeskanzler Faymann über den grünen Klee zu loben und in ein paar Fotolinsen zu lächeln, bevor er wieder abbrauste, zu seinem nächsten Termin, mit dem Tunnel, dem BBT. Jedenfalls aber hat er, der Herr Renzi aus Florenz bzw. Rom, unser Land und seine Bewohner im Sturm erobert, das soll ihm mal einer nachmachen. Und für eines Augenblicks Blinken, so scheint es und wurde gejubelt, strahlte der Scheinwerfer der großen Geschichte hell auf das kleine Südtirol, für eine kurze Zeit war Südtirol ein heller Stern am Himmel Europas, dem Europa der Regionen zumal. (mehr …)

Die Alpen? Sind Sache der Schützen!

Ich habe mir heute mal wieder Zeit genommen, im Tagblatt der Südtiroler zu blättern, und konnte nicht anders, als auf eine leuchtend bunt und großzügig aufgemachte Doppelseite aufmerksam zu werden: Die Schützen! haben so viel Aufmerksamkeit anscheinend verdient. Sogar ich kam nicht daran vorbei, genauer hinzuschauen, trotz der Tatsache, dass mich das Tun oder Nicht-Tun der Schützen in etwa so sehr interessiert wie die Wettervorschau für den 29. September nächsten Jahres. Endgültig in Beschlag genommen wurde meine Aufmerksamkeit aber vom Titel,  den die Redaktion über die Bilder gesetzt hatte, und der da lautete: „Die Herzen in der Alpenregion schlagen im selben Takt.“ (mehr …)

Neue Grenzen, andere Grenzen

Es gibt keine Grenzen, die auch nur einem einzigen Menschen in all seinen Facetten, seinen Lebensentwürfen und seinen vielfältigen Anforderungen an das Leben gerecht werden könnte. Jede Grenze, wenn sie von Menschenhand nach den „klassischen“ Kriterien gezogen wurde, kann gar nicht anders als einerseits ausschließen, und andererseits eingrenzen. Das liegt in der Natur der Grenze. Es ist also völlig illusorisch, sich und anderen einreden zu wollen, es ließen sich solche oder andere Grenzen ausfindig machen, die alle Menschen, die drinnen und die draußen, glücklich oder auch nur zufrieden machen. (mehr …)