Wertschätzung

Also, neulich hörte ich einem Grüppchen Menschen bei einer Diskussion zu, es ging in ihrem Gespräch um die Eintragung in das Verzeichnis der Publizistinnen. Ein Journalist, der selbst in hoher Funktion bei der entsprechenden Kammer tätig gewesen war, berichtete, man habe sich dort darauf geeinigt, dass es für die Eintragung nicht reichen solle, über einen bestimmten Zeitraum hinweg und kontinuierlich journalistisch tätig zu sein, sondern dass diese Tätigkeit auch bezahlt werden müsse, um als solche anerkannt zu werden. Denn, so sprach der Herr, durch Bezahlung erst werde Wertschätzung zum Ausdruck gebracht, und Wertschätzung sei wichtig.

Im ersten Moment fand ich das einfach nur befremdlich, weil ja schließlich die Tatsache, so denke ich, dass eine Arbeit bezahlt wird, für sich allein noch längst nichts aussagt über deren Qualität. Ich z. B. könnte aus dem Stand eine ganze Reihe „journalistischer (aber beileibe nicht nur solche!) Arbeiten“ aufzählen, die zwar bezahlt, dessen ungeachtet aber von niedrigster oder überhaupt gar keiner Qualität sind. Umgekehrt geht auch. (mehr …)