Ein Valentinstag

Es war ja gestern Valentinstag, oder auch Tag der Liebe(nden) und ich muss für mein Teil sagen, dass ich nicht viel davon halte, wie ich auch vom Muttertag wenig halte und überhaupt von solchen (Bedenk-)Tagen, entbinden sie uns doch gewissermaßen an allen anderen Tagen von der Aufgabe und der Pflicht, eben das zu tun, was wir an diesen „-tagen“ ein Mal im Jahr tun, nämlich den Menschen, die wir lieben und die uns teuer sind, unsere Wertschätzung zu zeigen.

Anders ist das, wenn solche „-tage“ dazu dienen, auf Missstände aufmerksam zu machen, und sie also ein hochwirksames Instrument sind, um für eine Sache mehr Aufmerksamkeit zu bekommen und eine größere Öffentlichkeit zu erreichen. In solchen Fällen finde ich „-tage“ äußerst sinnvoll. Wie zum Beispiel den gestrigen „V“-Tag (wobei dieses „V“ sowohl für „Valentin(s)“ als auch für „Victory“ stehen kann), von „One Billion Rising„, an dem die Welt sehen sollte (ich hoffe, es ist gelungen, ein starker Anfang ist es allemal), dass immer noch mehr als ein Drittel aller Frauen und Mädchen auf die eine oder andere Art Opfer von Gewalt werden.

Ich finde es übrigens besonders wichtig, dass (auch) jene Formen der Gewalt herausgearbeitet werden, die gerade von Männern nicht unmittelbar (wenn überhaupt) als Gewalt erkannt und anerkannt werden.

In diesem Sinne, diese Bilder:

Unterdrückte Mehrheit

Seit ein paar Tagen zirkuliert ein Kurzfilm im Internet, ein Film, in dem mithilfe des so genannten „gender swap“ sehr direkt vermittelt wird, was es heißt, Frau zu sein, mitten in Europa, im Jahre 2014. Gestern war der Film mit dem Titel „Majorité Opprimé“, zu deutsch: Unterdrückte Mehrheit, auch bei „Zeit Online“ angekommen, überschrieben mit „Das Matriarchat grapscht zurück„. Den Titel finde ich recht unglücklich gewählt, der Begleittext ist auch nicht wirklich auf Zeit-Niveau – aber wie immer sind die User-Kommentare ziemlich aufschlussreich.

Aber hier erst Mal der Film:

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